Was ist Kreativ- bzw. Kunsttherapie?


Die Therapieform der Kreativtherapie, die auch unter Kunsttherapie bekannt ist, ist eine junge, auf Entwicklungen aus den USA und Europa aus der Mitte des 20. Jahrhunderts zurückgehende Behandlungsform. In der Kunsttherapie wird vorwiegend mit Medien der bildenden Kunst - mit Malerei und Zeichnung, mit plastisch-skulpturalen Gestaltungen, aber auch mit Fotografie und Film oder mit Texten - gearbeitet. Dadurch können Menschen innere und äußere Bilder ausdrücken, ihre kreativen Fähigkeiten entwickeln und ihre sinnliche Wahrnehmung ausbilden.

Welche Methoden werden angewandt, und wie läuft die Kreativtherapie ab?

In der Kreativtherapie werden Bilder und andere Werke gestaltet. Diese werden einerseits als diagnostisches Mittel eingesetzt, um persönliche Probleme und Themen zu erkennen, und andererseits, um positive Entwicklungspotenziale zu bestimmen. Somit kann an die durch ein Bild ersichtlich gewordenen Ressourcen des Menschen angeknüpft werden, um ihn in seiner weiteren Entwicklung zu stabilisieren und zu fördern. Ausgewählte Methoden der Kreativtherapie finden Sie hier!

Förderung der Kommunikationsmöglichkeit

Als nonverbale Therapieform bietet sich die Kreativtherapie insbesondere in Bereichen an, in denen Menschen die gesprochene Sprache verweigern oder dieser nicht zugänglich sind. Im Bild oder auch im geschriebenen kreativen Text können notwendige Voraussetzungen geschaffen werden, sprachliche Seiten des Menschen zu aktivieren. Kreativtherapie dient somit der Förderung des Kommunikations- und Interaktionspotenzials.

Entwicklung von Identität und Autonomie

In der Begegnung mit dem eigenen Bild, das Ausdruck von bewussten oder unbewussten Gefühlen und Bedürfnissen ist, bietet die kunsttherapeutische Intervention eine Basis zur Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit. Sie trägt des Weiteren zur Entwicklung von Identität und Autonomie bei. Der Mensch erlernt kreative Einstellungen und erfährt schließlich durch die künstlerische Betätigung eine Stabilisierung des Selbstvertrauens.